Wissenswertes rund um das Thema Wohnmobil in Europa

Besondere Regeln zu freiem Campen in verschiedenen Ländern

Belgien:

Hier gibt es regionale Einschränkungen, insbesondere entlang der Küste und in Flandern. An öffentlichen Straßen darf maximal 24 Stunden gecampt werden, wenn der Straßenverkehr dadurch nicht behindert wird. Es ist aber kein campingähnlicher Betrieb erlaubt, wie das Ausfahren der Markise oder das Aufstellen von Campingmöbeln.


Deutschland:

Es gibt regionale und örtliche Verbote, z.B. Naturschutz,- Wald-, und Deichgesetze. Einmaliges Übernachten zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit entlang öffentlicher Straßen und auf Parkplätzen ist erlaubt.


Finnland:

Es gibt regionale Einschränkungen, z.B. darfst du nicht in Nationalparks und Naturreservaten campen.


Frankreich:

Es gibt regionale Einschränkungen, z.B. darfst du nicht in Nationalparks und Naturreservaten campen.


Großbritannien:

Du darfst nicht entlang von Straßen und Brücken campen. In Schottland ist freies Campen und Übernachten weitestgehend erlaubt, du musst dich aber an den Scottish Outdoor Access Code halten.


Italien:

Es gibt regionale Einschränkungen z.B. in Norditalien sowie in Nationalparks und staatlichen Wäldern, wo freies Campen nicht erlaubt sind.


Luxemburg:

Campen ist nicht erlaubt rund um den See Esch-sur-Sûre.


Norwegen:

In Norwegen darfst du entlang öffentlicher Straßen nur auf Parkplätzen übernachten. Ebenso nicht an landwirtschaftlich genutzten oder kultivierten Flächen. Der Mindestabstand zu Häusern muss immer 150 m betragen. Wohnmobile dürfen auf öffentlichen Parkplätzen nur maximal eine Nacht stehen ohne campingähnlichen Betrieb.


Österreich:

Dort darfst du nicht in Naturschutzgebieten campen, ebenfalls nicht in Tirol und Wien.


Polen:

In Polen darfst du nicht an der Küste und in Naturschutzgebieten campen.


Schweden:

Wohnmobile dürfen auf öffentlichen Parkplätzen maximal eine Nacht übernachten ohne campingähnliches Leben. Freies Campen ist nicht erlaubt in Parks, auf Freizeitgeländen und landwirtschaftlich genutzten Flächen, sowie in Nationalparks und bestimmten Schutzgebieten. Auch darfst du nicht in der Nähe von Wohn- oder Ferienhäusern campen.


Schweiz:

Es gibt regionale Einschränkungen, z.B. im Tessin, in Graubünden und Stränden.


Maut und Straßengebühren in verschiedenen Ländern

Belgien:

Der Liefkenshoek Tunnel (nordwestlich von Antwerpen) ist mautpflichtig. Wohnmobile ab 2,75 m Gesamthöhe werden höher bemautet.


Dänemark:

Die Brücke über den Storebaelt sowie die Brücken-Tunnel-Kombination über den Öresund zwischen Dänemark und Schweden sind für Wohnmobile mautpflichtig und werden nach der Gesamtlänge bemautet (bis 6m, ab 6m, bis 9m).


Frankreich:

Das Autobahnnetz ist mit Ausnahme von Teilen der Stadtautobahnen und -umfahrungen in Paris, Lyon, Bordeaux, Marseille und Toulouse mautpflichtig. Für die Einfahrt in die Umweltzonen von Paris, Grenoble, Lille, Lyon, Straßburg und Toulouse wird eine kostenpflichtige Umweltplakette benötigt.


Griechenland:

Die meisten Autobahnen sind mautpflichtig. Wohnmobile ab 2,20 m Gesamthöhe werden höher bemautet.


Großbritannien:

Mautpflichtig ist ein Abschnitt der Autobahn M6 nördlich von Birmingham, einige Brücken und Tunnels, der historische Ortskern von Durham sowie der Großraum London mit der Congestion Charge- und Umweltzone. In der Regel muss die Maut vorher über die Internetseite von Transport for London angemeldet werden!


Italien:

Die meisten Autobahnen sind gebührenpflichtig. Mailand, Bologna und Palermo erheben eine City-Maut. Wohnmobile werden je nach der Achszahl unterschiedlich klassifiziert.


Kroatien:

Autobahnen sind für alle Kfz gebührenpflichtig und werden direkt an der Mautstation bezahlt. Die Fahrzeugklasse richtet sich nach dem zulässigen Gesamtgewicht und der Gesamthöhe (ab/ bis 1,9m).


Montenegro:

Der Sozina-Tunnel auf der E80/E65 ist für alle Fahrzeuge mautpflichtig. Sie werden je nach Höhe an der Vorderachse, der Gesamthöhe und des Gesamtgewichtes bemautet.


Niederlande:

Der Westerscheldetunnel zwischen Terneuzen in Zeeuwsch-Vlaanderen und Goes auf Zuid-Beveland sowie der Kiltunnel bei Dordrecht sind mautpflichtig. Fahrzeuge werden nach Gesamthöhe und -länge bemautet.


Norwegen:

Neue Tunnels, Brücken und Streckenabschnitte sind so lange gebührenpflichtig, bis die Baukosten abbezahlt sind. Auch einige Städte und Ortschaften verlangen Maut. Bei der Durchfahrt durch die Mautstationen wird das Fahrzeug elektronisch erfasst und der Fahrzeughalter erhält eine Gebührenrechnung von Euro Parking Collection (EPC). Informiere dich vorab auf der Website von Autopass Norwegen.


Österreich:

Das Autobahn- und Schnellstraßennetz ist bis auf wenige Ausnahmen gebührenpflichtig. Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zGG brauchen eine Vignette, die auch elektronisch erhältlich ist. Für einige Strecken wird gesondert Maut erhoben.


Polen:

Autobahnen sind in der Regel für alle Fahrzeuge mautpflichtig.


Portugal:

Die Autobahnen sind überwiegend gebührenpflichtig. Die Gebühren können entweder an der Mautstation bezahlt werden oder mit Hilfe eines elektronischen Systems, bei dem eine Voranmeldung notwendig ist.


Schweden:

Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden ist gebührenpflichtig. In Göteborg und Stockholm gibt es eine City-Maut. Für die Brücken in Sundsvall und Motala wird eine Infrastrukturabgabe erhoben. Der Fahrzeughalter erhält im Nachhinein darüber eine Rechnung.


Schweiz:

Auf Schweizer Straßen hängt die Gebührenpflicht vom Gewicht des Fahrzeugs ab. Wohnmobile bis 3,5 t zzG benötigen auf Autobahnen eine Vignette.


Spanien

Maut wird auf das Autobahnnetz Autopistas erhoben. Der Autobahnring um Madrid ist teilweise auch gebührenpflichtig. Die Gebühren sind tages-, wochen- und ferienabhängig.


Besondere Verkehrsregeln

Italien:

Jede nach hinten hinausgehende Fahrzeugladung (z.B. Fahrradträger) musst du mit einer Warntafel kennzeichnen, auch wenn sie weniger als einen Meter übersteht. Du musst eine viereckige, mit reflektierendem Material überzogene Tafel am Ende des Ladungsteils so anzubringen, dass sie ständig quer zur Fahrtrichtung bleibt. Die Tafel muss mindestens 50 x 50 cm messen, rot-weiß schraffiert und aus Metallblech sein.


Spanien:

Jede über die im Fahrzeugschein eingetragene Fahrzeuglänge überstehende Ladung muss mit einer rot-weiß schraffierten Warntafel gekennzeichnet werden. Die Warntafel (50 x 50 cm) musst du am hinteren Ende der Ladung so befestigen, dass sie sich senkrecht zur Fahrzeugachse befindet. Du solltest die Warntafel zur Vermeidung eines Bußgeldes auch dann anbringen, wenn nur der Heckträger ohne Ladung angebracht ist, selbst im eingeklappten Zustand.

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